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Dez 26

Erstellt von: flokie
26.12.2011 08:44 

Weihnachten soll eine Zeit der Besinnung sein.

Der östlichen Mensch blickt dafür nach innen, um Einsichten zu finden. Über die Wahrnehmung des eigenen Körpers erliesst er sich den Zugang zum Universum im inneren.

Als westlich geprägte Menschen richten wir unsere Aufmerksamkeit nach aussen – unser Umfeld, die Familie oder Gott. Wir suchen uns selbst durch die Augen anderer.

Jede Perspektive hat Ihre Stärken, und auch Ihre Schwächen.

So passiert es uns „Westlern“ häufig dass wir vor lauter schauen das vergessen was uns das sehen erst möglich macht – unsere Augen bzw. allgemeiner unseren Körper.

Der himmlische Vater, die Vorsehung oder das Universum haben uns auf diese Welt geschickt. Damit wir hier gut zurecht kommen haben wir ein „Fahrzeug“ mitbekommen. Eine Maschine die so ausgeklügelt ist, dass wir sie trotz aller wissenschaftlichen Forschung noch immer nicht wirklich verstehen können. Selbst unsere fortschrittlichsten Versuche diese Maschine nachzubauen sehen aus wie der Versuch eines Kindes die Arbeit des Vaters zu kopieren.

Wer immer uns auf dieser Erde platziert hat, hat uns auch die Freiheit gegeben unser Leben frei zu gestalten. So konnte es passieren dass unser modernes Leben dieses „Transportmittel“ – dieses wundervolle Geschenk – kaputt macht. Nicht schnell – den was wir mitbekommen haben ist von bester Qualität – aber doch stetig. Zuviel sitzen, zuviel Zeit vor dem Bildschirm, Essen das besser schmeckt als nährt und vor allem zu wenig Bewegung belasten unseren Körper und machen ihn schwach und anfällig.

Dieser Körper wurde dazu entworfen uns als nomadiserenden Jägern und Sammlern das überleben zu sichern. Tagelange Märsche, das Heben oder Tragen schwerster Lasten, intensivste Belastungen bei der Jagd und Nahrungssuche, ja manchmal sogar Entbehrungen machen uns stärker, leistungsfähiger und gesünder - nur langes verharren macht uns krank und schwach. In jedem Körper in dem Leben ist, ist die Fähigkeit zur Bewegung und zum Heilen angelegt. Da wir heute nicht mehr den unwägbarkeiten des täglichen Überlebenskampfes ausgesetzt sind haben wir den Luxus das Wunderwerk das wir bekommen haben geziehlt zu stärken und aufzubauen.

 

Wir behandeln unsere Körper genau so wie wir es von anderen alltäglichen Transportmitteln – den Autos – gewöhnt sind. Wir benutzen ihn nebenbei - er muss schliesslich funktionieren. Jeder Anforderung soll er sich gewachsen zeigen und wenn nicht gehts ab in die Werkstatt. Später jammern wir dann über die schlechte Qualität. Leider können wir noch nicht zum Händler gehen um einen neuen zu kaufen wenn uns der alte nicht mehr gefällt. Unsere Urahnen hätten uns gesagt dass dass wir unsere treuen Rösser pflegen, ernähren und bewegen müssen damit sie uns lange dienen können.

Wenn ich meinen Sohn dabei beobachte wie er langsam lernt dieses für ihn neue Gefährt zu steuern, erstaunt es ich immer wieder das er intuitiv richtig macht, was viele von uns verlernt haben. Ich verbringe viel Zeit damit Menschen beizubringen wie eine natürliche und sichere Kniebeuge funktioniert – Kian ist ganz alleine drauf gekommen.  Auch wenn es um grundlegende Qualitäten wie Stabilität und Beweglichkeit geht kann kaum einer meiner Schüler meinem, noch nicht zwei jährigen Sohn das Wasser reichen.

Leben heisst Bewegung – Bewegung heisst Leben. „Mit jeder Faser unseres Körpers Leben“  lautet ein Sprichwort das die intensivste Art beschreibt dieses göttliche Geschenk zu ehren. Bewegung ist Lebensfreude – nicht umsonst tanzen wir wenn wir glücklich sind.

Frohe Weihnachten Euch allen,

Euer Florian.

Copyright ©2011 Florian Kiendl RKC CKFMS

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