Für mich ist die wichtigste Erkenntnis aus dem RTK-Workshop mit Pavel, dass die „breathing behind the shield“ – Atemtechnik nicht für jeden selbstverständlich ist, und es keinen Sinn macht fortgeschrittene Atemtechniken - wie Powerbreathing oder Paradoxbreathing - zu lernen solange Grundlagen nicht stimmen.
Die erste und einfachste Übung ist: das Atmen in den Bauch (Crocodile breathing, Bauchatmung). Diese schafft jede! Einfach beide Hände als Kontrolle auf den Bauch legen, und möglichst tief unten und „breit“ einatmen. 12 Wiederholungen oder einige Minuten am Tag, und es verbessert schon die Atemtechnik. Bauchatmung liefert mehr Sauerstoff als „Brustatmung“, also auch mehr Kraft
.
„Behind the shield“ ist für jede Kämpfer bekannt. Man lernt das Zwerchfell (Diaphragma) unabhängig von dem geraden Bauchmuskel zu nutzen. Mann spannt das gerade Bauchmuskel (Sixpack) an - das ist das Schild - zum Beispiel die Solarplexus zu schützen, und trotzdem atmet weiter (wunder!).
Pavel zeigte ein typisch russisches Test: das Testperson liegt auf rücken, spannt das Schild, der Helfer steht auf dem Bauch (auf dem geraden Bauchmuskel und nicht auf den Rippen), und die Testperson singt laut einen Lied. In Italien „o sole milo“. :) Wenn du es schaffst, hast du das „behind the shield“ gemeistert und kannst du in Atemschule ein höher klasse beitreten: Power breathing.