Z-Health ist ein radikaler Neuansatz, ein neurologisch begründetes Trainingssystem zur Eliminierung von Schmerzen, zur Vorbeugung und Rehabilitation von Verletzungen, sowie zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit im Sport und im Alltag. Z-Health ist die Methode des 21. Jahrhunderts, blitzschnell Veränderungen im Körper herbeizuführen. Auf der ganzen Welt sind Ärzte, Therapeuten, Fitness-Profis und Ihre Klienten von der Effektivität der ungewöhnlichen, aber überraschend einfachen Z-Health-Übungen überzeugt. Während es bei den meisten Trainingsprogrammen darum geht, Muskeln durch Kraft- und Beweglichkeitsübungen bzw. das Herzkreislaufsystem durch Ausdauerbelastungen zu trainieren, ist Z Health etwas weit Fortschrittlicheres: Z-Health fokussiert auf das Ultra-high-speed-Netzwerk, das Muskeln, Herz, Lungen und alles andere im Körper kontrolliert: das Nervensystem.
Das neurologisch fundierte Z-Health Exercise-Programm bietet:
- Linderung oder Eliminierung von Bewegungseinschränkungen und -schmerzen
- unsauberer Bewegungsabläufe und inkorrekter Körperhaltung
- Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit
- Förderung der Gesundheit und Vitalität
- Erhöhung der Verletzungsresistenz
Warum das Nervensystem?
Der Mensch von heute beginnt ein Trainingsprogramm, um besser auszusehen, um stärker, schneller, ausdauernder zu werden, mit einem Wort: Er strebt nach Leistung. Der Mensch ist aber ein Produkt der Evolution und als solches ist er in erster Linie auf das Überleben und nicht unbedingt darauf programmiert, ständig Leistung zu bringen – eine feiner Unterschied, der sich leicht rächen kann, wenn man ihn außer Acht lässt.
Das Nervensystem spielt dabei eine entscheidende Rolle: Es kontrolliert alles, was im Körper geschieht. Es ist das anatomisch stabilste, funktional gesehen aber anpassungsfähigste und auch das am schnellsten auf Reize reagierende System im Körper. Es trifft manche Entscheidungen bewusst, betreibt aber auch eine Menge von autonomen Subsystemen, die unabhängig vom Bewusstsein mit Hilfe von Reflexen, komplexen Aktivierungsmustern und anderen Mechanismen arbeiten. Um seinem evolutionären Erbe gerecht zu werden, d. h. um dem Individuum die besten Überlebenschancen zu sichern, muss das Nervensystem vor allem zwei grundlegende Strategien perfekt beherrschen:
Einerseits muss es sich den dauernd neuen Herausforderungen anpassen, auf die man im Leben trifft. Dies geschieht, indem es immer effizienter wird bei all dem, was es gerade tut und gleichzeitig Energie einspart bei all dem, was es im Moment nicht tut – das ist die praktische Umsetzung des SAID-Prinzips (Special Adaptation to Imposed Demands). Effizienz erfordert, dass die unzähligen Informationen aus der Umwelt und der ‚Innenwelt’ des Menschen in leichter handhabbare Einheiten zusammengefasst werden. Diese Einheiten, auch neurale „Chunks“ genannt, sind höchst individuell; sie verbinden kognitive mit emotionalen und motorischen Sequenzen. Die „Chunks“ sind hierarchisch in größeren Bewegungsmustern, wie z. B. Körperhaltung, Sitzweise oder Gang, organisiert. Dabei handelt es sich eigentlich um nichts anderes, als um einen lebenslangen Lernprozess. Also gelten auch hier die Gesetzmäßigkeiten der motorischen Lerntheorie: Alles, was wir tun oder nicht tun – egal, ob wünschenswert oder nicht, ob gesund oder eher ungesund, – durchläuft verschiedene Lernphasen, von der bewussten, konzentrierten Bewegung des Anfängers, hin zu der, mit der Zeit immer autonomer ablaufenden, Bewegung des Könners. Dass bedeutet aber auch, dass diejenigen Bewegungen, die man längere Zeit nicht ausführt (ob aus Gewohnheit oder als Konsequenz früherer Verletzungen), sich der bewussten Kontrolle langsam mehr und mehr entziehen. Den Endzustand nennt man „sensomotorische Amnesie“. Der Anpassungsprozess beginnt dabei zwar im neuronalen Bereich, greift aber mit der Zeit auf alle Bestandteile des Gewebes (Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen, usw.) über, bis man zu diesen anfangs nur ‚vergessenen’ Bewegungen schließlich auch physisch gar nicht mehr fähig ist.
Andererseits muss das Nervensystem aber auch andauernd Berechnungen anstellen und Entscheidungen darüber treffen, inwieweit alles, was es aktuell wahrnimmt, eine tatsächliche oder zumindest potenzielle Gefahr darstellen könnte und was für Vorbeugungs- oder Abwehrmanöver daher momentan erforderlich (und ausführbar) sind. Diese Berechnungen gründet das Nervensystem auf Daten, die es fortlaufend von den visuellen (Sicht), vestibulären (Gleichgewicht), propriozeptiven (Position und Bewegung des Körpers und seiner Teile in Raum und Zeit) und nozizeptiven (Signale aller Art, die einen ‚Schaden’ wie Schmerz, Unbehagen oder eine Bewegungseinschränkung melden) Systemen des Körpers erhält. Diese Daten werden, vorerst noch unbewusst, im Kleinhirn in eine interaktive, sich fortlaufend aktualisierende 3D-Karte des gesamten Körpers eingearbeitet, um den Überblick nicht zu verlieren. Noch ehe aber jene Information bewusst werden kann, passiert sie eine Hirnregion namens Amygdala: Das ist ein Teil des limbischen Systems, das entscheidet, ob die eintreffenden Signale eher als ‚gefährlich’ oder als ‚harmlos’ zu interpretieren sind, und sie leitet auch, immer noch unbewusst, sofort die entsprechenden Reaktionen ein. Zu diesen Reaktionen gehören u. a. der „Startle-Reflex“ (eine Art allgemeine Schreck Reaktion), der arthrokinetische Reflex (Abwehr von drohenden Gewebeschäden durch drastische Verringerung der verfügbaren Muskelkraft und leistung) oder auch Einschränkungen im ansteuerbaren Bewegungsumfang und die schon erwähnte sensomotorische Amnesie (Verlernen ungenützter Fähigkeiten). Eine ganz besondere derartige Reaktion stellen die Schmerzen dar. Schmerz ist im Grunde auch nichts anderes als ein (wohl ziemlich großer) „Chunk“, das heißt, er ist eine Einheit bestehend aus Signalen und deren Interpretation, die motorische, emotionelle und kognitive Aspekte in sich vereint. Dem entspricht im Gehirn ein komplexes Aktivierungsmuster, sozusagen ein „Schmerzmuster“, das in manchen Fällen, vor allem bei chronischen Schmerzen, auch noch aufrecht erhalten wird, wenn der ursprüngliche Auslöser (z. B. eine akute Verletzung des Gewebes) schon längst abgeheilt ist („Schmerzgedächtnis“).
Wir sollten dabei stets im Hinterkopf behalten, dass das Nervensystems all diese Maßnahmen auf der Grundlage der oben erwähnten aktuellen 3D-Karte des Körpers trifft, indem es diese Karte analysiert und interpretiert. Daraus folgt, dass die Reaktionen des Nervensystems nur insofern richtig und angemessen sein können, als die Karte gut lesbar und zuverlässig ist. Wir können auf diese Entscheidungsmechanismen des neuronalen Systems zwar keinen direkten Einfluss nehmen; wir können aber sehr wohl dafür sorgen, dass ihm ausreichende und korrekte Daten in Form einer gut lesbaren Karte zur Verfügung stehen, sodass unnötige Bewegungsstörungen und -blockaden entfernt werden können oder, besser noch, gar nicht erst entstehen. Wir können auch zum Anfang des motorischen Lernprozesses zurückkehren, um bestehende fehlerhafte „Chunks“ bewusst durch bessere zu ersetzen, die wir – basierend auf einer korrekter funktionierenden propriozeptiven Karte des Körpers – neu aufbauen, um uns in Zukunft effizienter und gesünder als je zuvor zu bewegen.
Die Anpassungsfähigkeit ist dem Menschen, wie gesagt, sein ganzes Leben lang gegeben. Neuronale Signale, mit denen Z-Health arbeitet, reisen mit einer Geschwindigkeit von 482 km/h durch den Körper. Deshalb können Klienten aus allen Altersgruppen (von neun bis 99 Jahren) mit den einfachen Z-Health-Übungen erstaunliche Ergebnisse erzielen, die sich oft innerhalb von Minuten einstellen und daher beinahe magisch wirken – was sie jedoch nicht sind: Z Health ist solide, auf die menschlichen Bewegungsabläufe angewandte Neurowissenschaft.