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ADAMS BERICHT - 18.3.2009       


Die Russian Kettlebell Challenge und Hard Style haben mein Leben verändert


Adam T. Glass


Anfang 2000 habe ich Pavels Bullet-Proof Abs gekauft. Ich habe noch nie jemanden so über Training sprechen hören, wie Pavel. Damals machte ich hauptsächlich High Intensity Training (HIT). Ich konnte zwar sehr große Gewichte in den Übungen bewegen, an denen ich arbeitete, aber ich war, in Wahrheit, dekonditioniert, unflexibel und hatte sehr wenig Skill. Ich begann viel mehr mit Pavels Methoden aus dem Buch zu trainieren und wechselte zu „Dinosaur Training” von Brooks Kubik. Ich hatte das Gefühl, dass ich die richtige Richtung eingeschlagen hatte. In den nächsten 4 Jahren arbeitete ich sehr hart an Odd Objects und Grifftraining, aber ich hatte immer noch den Verdacht, dass ich mir viele Informationen entgehen lasse.


Ich habe bis zum Kotzen trainiert, Sandbag Carry, eine halbe Meile, schweres Bankdrücken – mein Gewicht sprang auf mehr als 100kg. Ich habe auch ziemlich unangenehme Kreuzschmerzen entwickelt. Ich habe das als „einen Teil des Lebens” abgetan und versucht, mich einfach da durchzuschlagen. Gegen September 2004 war ich gezwungen, viel Training ausfallen zu lassen und mehrere Monate freizunehmen. In dieser Zeit verbrachte ich viel Zeit im Internet mit Lernen und Studieren. Ich habe schnell zum Dragon Door Forum hingefunden. Ich las und bewunderte die Kraft von Männern, die 15-35kg weniger wogen und all das, was sie trotzdem schafften.


Ich kaufte mir Power To The People! und lernte daraus mehr an einem Abend als in den vergangenen 6 Jahren von Trial-and-Error-Training. Mir wurde nicht mehr gesagt, dass ich etwas tun soll, weil jemand anderer das auch so macht, mir wurde gesagt, „tu das, es wird funktionieren, und hier ist die Erklärung, wieso”. Nach 7 Monaten PTTP war ich bei 585lb (cca. 265kg) im Deadlift und 165lb (75kg) im Turkish Get-Up. Ich kam aus dem Iraq 105kg schwer und mit einem 54cm-Hals zurück. Ich sah total verändert aus...


Während ich im Iraq PTTP trainierte, wurde ich so richtig neugierig, was es so mit diesen Kettlebells auf sich hat. War das ein Hype? Es klang auf jeden Fall so. 20-30-Minuten-Workouts, die mich stärker, schneller, fitter, dünner, flexibel machen und einen ganzen Fitnessraum ersetzen??


Nun ja, mit Kettlebells ist es auch nur so eine Sache, entweder bist du gleich voll dabei, oder du willst gar nichts davon wissen. Im Februar 2006 habe ich mir meine ersten bestellt: zwei 16kg, zwei 24kg und zwei 32kg. (Ich tue nicht lang herum, wenn ich sie probiere, dann aber so richtig). In 10 Tagen war eine 24kg Kettlebell da.


Man kann’s mit Worten gar nicht erst beschreiben, wie diese „Kanonenkugel mit Griff” mich gedemütigt hat. Erstens, ich dachte, ich hätte lungenmäßig ziemlich was drauf, ich konnte ja 2 Meilen in etwa 12 1/2 Minuten laufen. Swings reduzierten mich zu einem elenden, verschwitzten und zerstörten Haufen in Minuten. Zweitens, ich „wusste”, dass ich stark bin, ich machte ja Schulterdrücken im Sitzen mit 35kg Kurzhanteln in Serien. Warum war dann dieser 24kg Ball so schwer zu pressen??


Ich wusste, dass ich eine Goldmine gefunden habe. Ich habe all die DVDs, all die Bücher bestellt, die von DD angeboten wurden. Ich habe alle im Forum, die sich mit mir abgegeben haben, mit Fragen gelöchert. Nacht auf Nacht schwang, hob, warf und presste ich diese Gewichte im schwülen Okinawa Sommer. Vieles begann sich zu verändern.


Die Dichte meiner Schultern hat sich massiv erhöht, und mein Kreuz hat NICHT MEHR WEH GETAN. Mein Bauch fühlte sich stärker an, als je zuvor. Mein Laufen war großartig. Ich schlief wie ein Stein und fühlte mich bei der Arbeit den ganzen Tag energisch. Damals arbeitete ich in einem Lagerhaus und schleppte den ganzen Tag schweres Zeug hin und her. Container ein- und ausladen, Boxes schleppen, in über 35 Grad Hitze und bei 100% Luftfeuchtigkeit – und all das hat mich nicht einmal müde gemacht.


Meine ganze Auffassung über Training war im Wandel. Wen kümmert’s, dieses oder jenes einmal heben zu können? Lifte diese Kanonenkugel 10 Minuten lang und schau, wo du danach bist. Ich begann mich an die am schwersten erreichbare Form von Kraft, die Kraftausdauer, die Fähigkeit zur wiederholten Kraftausübung heranzutasten. Die Form von Kraft, die Meisterschaften gewinnt und entscheidet, wer im Combat stirbt und wer am Leben bleibt. Ich habe gelernt, dass nur in eine bestimmte Richtung zu schauen noch NICHTS heißt, und dass das Leben ein leistungsbasierter Test ist. Endlich habe ich herausgefunden, wie ich da bestehen kann.


Ende 2006 wurde ich wieder in die Wüste zurückbeordert. Diesmal habe ich gewusst, was ich mitnehmen soll: 5 Taschen von Ausrüstung und einen Rucksack mit einer 28kg Kettlebell. Die 34 Tage Training in Fort Bliss sind nur so verflogen, als ich jede Nacht diese Bell riss und stieß.


Meine Tour ging fantastisch – dank der Arbeit mit der Kettlebell in der Hitze jeden Abend habe ich mich innerhalb von 5 Tagen akklimatisiert. Meine Panzerweste kam mir leicht vor, obwohl sie 30kg wog.


Im Dezember 2006 habe ich beschlossen, mich auch im klassischen Kunststück Stahlverbiegen zu versuchen. Ich habe einen Bag of Nails von Iron Mind bestellt und wartete.


Natürlich haben mir die Jahre von Handgelenk-Training was gebracht, aber noch mehr die massive Core-Power, die ich den von Com. Pavel gelernten Atmungstechniken verdanken kann. Meine Schultern waren stark und mobil, so konnte ich die grundlegenden Techniken des Verbiegens schnell lernen. Ich verstand das Prinzip der Irradiation und nach all den Tausenden Clean-and-Presses wusste ich auch, wie ich meine Lats laden und von da aus drücken kann. Meine Hände waren stark und konditioniert – da hatten die Snatches ihre Rolle gespielt.


In einem Jahr habe ich dann die Red NailTM verbogen, die Beast gepresst und meine 200 Snatches im SSST geschafft. Aber was richtig wichtig ist, ist das, was mir außerhalb des Trainings passierte.


Ich bin draufgekommen, dass ich ein guter Lehrer bin, ich habe die Fähigkeit, andere zu lehren. Ich bin draufgekommen, dass ich viel mehr Geduld habe, als ich gedacht hätte. Ich lernte die Zufriedenheit kennen, die sich aus der Verfolgung von Zielen ergibt – ich bin draufgekommen, dass das Beharren auf ein Programm einen immer weiter bringt, als die dämlichen „muscle confusion” Programme aus den letzten Fitness-Magazinen. Ich bin draufgekommen, dass man zur echten Fitness weder 2-Millionen-Dollar-Equipment, noch 500-Dollar-Supplements, noch die Gutheißung irgend eines vollgepumpten Bodybuilders benötigt.


Zwei Jahre Hard Style: Ich habe wahre Selbstachtung gefunden. Ich habe den Respekt von Top-Trainern durch Wissen, Selbstdisziplin und Fokus verdient. Ich bin die Karriereleiter der Bending-Welt hinaufgestiegen und habe meinen Platz dort als starker Short-Bender etabliert. Als ich zu Old-time Strongman Arbeit wechselte, fiel es mir leicht, die neuen Tricks zu lernen. Schraubenschlüssel brechen, Karten zerreißen, Ketten zerreißen – all das begann mit der Investition, ein Buch von jemandem zu kaufen, der wirklich will, dass die Menschen stark werden.


Jetzt, wo ich meine Streifen verlasse und in die zivile Welt zurückkehre, habe ich beschlossen, als Personal Trainer zu arbeiten, um anderen zu helfen, ihr bestes Ich zu finden. Ich werde einer der Top Strongmen der Welt sein, einer der besten Short-Bender. Es hat alles hier angefangen – Hard Style, Kettlebells, Pavel und seine RKCs. Das ist meine Story und ich hoffe, sie wird dir helfen, deinen Weg zu finden.


Adam T. Glass


http://adamtglass.blogspot.com

  
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